Leitartikel Karin Tutas zum Abschluss der NWZ „Gute Taten“ - Dank gilt allen Spendern - Auf die Leser der NWZ ist Verlass. Wieder einmal ist das Team der „Guten Taten“ in Verlag und Redaktion zutiefst berührt ob der überwältigenden Hilfsbereitschaft.

Jahr um Jahr steigt die Spendensumme der NWZ-Aktion und hat auch dieses Mal alle Erwartungen übertroffen. 251 369 Euro und zehn Cent waren zum Abschluss der 45. Auflage der Benefizaktion auf den Spendenkonten – mehr als eine Viertelmillion Euro. Dank der großen Spendenbereitschaft können nun 45 Projekte von 41 Einrichtungen, Organisationen und Vereinen unterstützt werden.


In die Freude mischt sich vor allem große Dankbarkeit gegenüber all jenen, die dieses Rekordergebnis möglich gemacht haben. Sehr erfreulich ist, dass neben der Vielzahl von Spendern, die kleine und größere Geldbeträge auf die Konten der „Guten Taten“ eingezahlt haben, sich auch Unternehmen und Geldinstitute mit namhaften Beträgen in die Spenderlisten eingetragen haben. Das zeigt, dass die heimischen Unternehmen sich ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl bewusst sind.


Einmal mehr begeistert aber vor allem der große zeitliche Einsatz, den viele Menschen erbringen, um die Förderung sozialer Projekte im Landkreis zu ermöglichen. Sie haben nicht nur das Spendenbarometer in die Höhe getrieben, sondern mit Theateraufführungen, Konzerten und anderen Aktionen viel Freude bereitet. Einige Akteure halten den „Guten Taten“ bereits seit Jahrzehnten die Treue. Dies zeigt nicht nur, wie fest die Aktion im Landkreis verankert ist, sondern ist auch ein Zeichen für gelebte Solidarität.


Viele wichtige Therapieangebote für kranke oder behinderte Menschen im Landkreis würden ohne die Spenden der NWZ-Leser nicht zustande kommen. Wohnungslose, Menschen mit geringem Einkommen, Rettungsdienste und Angebote in der Sozial- und Jugendarbeit können nun dank der finanziellen Zuwendungen unterstützt werden. Sie versetzen die Projektträger in die Lage, ihre unverzichtbare Arbeit fortzusetzen. Um wichtige soziale Strukturen im Landkreis zu erhalten und zu schaffen, bedarf es auch weiterhin vieler helfender Hände. Der Erfolg der 45. „Guten Taten“ stimmt zuversichtlich, dass dies auch mit der 46. Auflage der Aktion gelingen kann.

 

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Jubelnde Dankbarkeit - Benefizkonzert - Viel Beifall gab es für Zelenkas Votivmesse am Sonntag in der Oberhofenkirche. Das Barockwerk bestach durch die unverwechselbare böhmische Musikalität des Komponisten. Von Annerose Fischer-Bucher

Ein Epigone war er gewiss nicht, obwohl der Barock-Komponist Jan Dismas Zelenka (1679-1745) sämtliche Kompositionstechniken seiner Zeit wie Kontrapunkt, Generalbass, Fuge oder barocke Affektenlehre beherrschte. Und bei Lotti in Italien holte er sich noch eine gewisse italienische Eleganz. Sein Stil weist über seine Zeit hinaus, indem die Behandlung eines opernhaften Solistenensembles und die Einfügung in einen Chorsatz schon an Mozart denken lässt. Und seine manchmal gewagten Intervalle wie auch die überraschend abwärts laufenden Chromatiken wirken modern. Trotzdem bleibt Zelenka im Gesamtgefüge des Barock, jedoch mit unverwechselbarer böhmischer Musikalität.

 

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Schöner Tag ohne Nebenwirkungen - Gesundheit - Einen außergewöhnlichen Schminkkurs gab es in der Klinik am Eichert – Das Wohlbefinden krebskranker Frauen soll gesteigert werden. Von Annerose Fischer-Bucher

Risiken und Nebenwirkungen gibt es an diesem Nachmittag im 11. Stock der Klinik am Eichert für die zehn teilnehmenden Frauen nicht. In einem Besprechungsraum für besondere Anlässe, dem schönsten und höchsten Raum der Klinik, in den man nur über zwei Treppen gelangt, hat man durch die vielen Fenster einen fantastischen Rundblick. Die Sonne scheint herein und am großen Tisch gibt es Kaffee und Kuchen für die Gäste, die alle eine Krebserkrankung haben und in ambulanter Behandlung sind.

 

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Die Vesperkirche als kleiner Versuch von Gerechtigkeit – Bedürftigkeit - Ehrenamtliche gaben in Göppingen in sechs Wochen über 7.700 Essen aus. Von Annerose Fischer-Bucher

Eine große Familie auf Zeit sei die Vesperkirche in der Göppinger Stadtkirche gewesen, sagte Teilnehmerin Dorothea Voss, die sich im Namen der Gäste besonders bei Wolfgang Baumung und den Ehrenamtlichen bedankte. In einem kurzen Bericht erzählte sie von der Begegnung mit einer vereinsamten alten Dame, für die aufgrund des Engagements in der Vesperkirche der Kontakt zu ihrem Sohn nach mehr als 20 Jahren wiederhergestellt werden konnte.

Voss äußerte die Hoffnung, dass es die Vesperkirche auch im kommenden Jahr wiedergeben möge. 7.740 Essen waren in diesem Jahr ausgegeben worden. Eröffnung war am 6. Januar und der Abschluss fand nach sechswöchiger Dauer am Sonntag mit einem Gottesdienst statt.

Dekan Rolf Ulmer, zugleich Vorsitzender des Vereins Haus Linde, leitete den Gottesdienst unter dem Thema Gerechtigkeit, Respekt und Toleranz. „Eine wertvolle Zeit mit Gesprächen, Anregungen und mit kleinen Zusammenstößen liegt hinter uns“, sagte er. Die Vesperkirche – eine der ältesten im Land – sei „ein kleiner Versuch, Gerechtigkeit auszuprobieren“. Reich und Arm bekämen dasselbe Menü. Der eine erlebe Dankbarkeit und der andere, dass er als Mensch wahrgenommen werde.

In das Zentrum seiner Rede hatte Ulmer einen Text aus dem Alten Testament gestellt, in dem der Prediger „vor einfachen und selbstsicheren Antworten“ warne. Einen Weg mitten in der Welt trotz aller Grenzen zu suchen, verbunden mit einer gemäßigten Ermahnung zu einem Pragmatismus ohne Fremdenfeindlichkeit und Hass, gebe der Text zu bedenken. Ulmer dankte für die Zeit der Nächstenliebe und wies auf die Unterschiede von viel Wohlstand und gleichzeitiger Bedürftigkeit hin, aus der eine Verantwortung gegen Ausgrenzung und Abgrenzung erwachse.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch der bisherige Gemeindediakon Christoph Alber verabschiedet, der am 1. Januar ganz zur Landeskirche gewechselt hat. Ulmer hielt eine kleine Laudatio auf Alber und der neue Diakon Wolfgang Ockert dankte Alber dafür, dass er Verantwortung für die Kollegen übernommen habe. Er überreichte ihm ein spritziges Getränk und einen Büchergutschein.

Wolfgang Baumung, Leiter des Hauses Linde, der Wohnungslosenhilfe im Landkreis, dankte dem Team des Hauses Linde, den 70 ehrenamtlichen Helfern, der Zentralküche der Wilhelmshilfe Bartenbach mit Klaus Dilgert, der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Oberhofen, den Pfarrern für die Mittagsgedanken sowie allen Spendern und Sponsoren.

Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes hatte der Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde Oberhofen übernommen und die zahlreichen Besucher freuten sich über das Menü zum Abschluss der diesjährigen Vesperkirche in Göppingen: Schwammerlsuppe, Zwiebelrostbraten mit Serviettenknödel und Rotkraut sowie Kaffee und Kuchen.

 

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Gesundheitsmesse Vitawell vom Sa., 16. bis So., 17. Februar 2019 in Göppingen Die Göppinger Gesundheitsmesse Vitawell präsentiert sich in diesem Jahr erneut vielfältig. Besucher haben die Möglichkeit, sich bei Experten und Dienstleistern zu informieren

Themen Gesundheit, Medizin, Wellness und Fitness in der Göppinger Werfthalle (10.00 bis 18.00 Uhr).

Mehr als 70 Aussteller, darunter Dienstleister, Kliniken und Therapeuten, sind auf der Gesundheitsmesse Vitawell in der Werfthalle vertreten. „Wir haben ein großes Angebot und viele interessante Aktionen, auch zum Mitmachen“, verspricht Lisa Hartleb, Geschäftsbereichsleiterin des Veranstalters Staufen Plus. Schirmherr der Messe ist der medizinische Geschäftsführer der ALB FILS KLINIKEN, Dr. med. Ingo Hüttner.

 

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Dem Verstorbenen ein Gesicht und eine Geschichte geben Menschen sterben, manchmal ohne Angehörige und manchmal mittellos. In Göppingen erhalten sie eine würdevolle Bestattung. Von Margit Haas 14.02.2019

Welche Konfession eine Verstorbene, ein Verstorbener hatte, ist weder für Annett Bräunlich-Comtesse noch für Norbert Köngeter ausschlaggebend. Ist ein Mensch gestorben und hat zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, von einem Seelsorger begleitet zu werden, übernehmen diesen letzten Dienst an den Menschen die evangelische Pfarrerin und der katholische Stadtdiakon gerne. Dies gilt auch dann, wenn ein Verstorbener obdachlos war oder keine Angehörigen auszumachen sind.

Einsamkeit nimmt zu

„Es ist für mich völlig egal, ob ein Trauergast oder hundert am Grab stehen – die Zeremonie ist immer die gleiche“, betont Norbert Köngeter. Dass sich allerdings gar niemand aus dem Umfeld des Verstorbenen findet, der ihm die letzte Ehre erweist, „das ist selten und die Ausnahme. Meist findet sich jemand“, ist seine Erfahrung. Immer wieder kommt es aber doch vor – und scheinbar immer öfter, wie auch der Blick in die Statistik der Göppinger Friedhofsverwaltung belegt (siehe Infobox). „Das bewegt mich besonders und ist ungewöhnlich und schwierig und zeigt, dass die Vereinsamung in unserer Gesellschaft zunimmt“, sagt Annett Bräunlich-Comtesse.

„Es ist ein trauriger Moment, einen Menschen zu bestatten, den niemand begleitet“, stellt auch Norbert Köngeter fest. Und: „In so einem Leben ist etwas schiefgelaufen.“ Viele Menschen haben ein Leben lang gearbeitet und dennoch alle sozialen Kontakte verloren. Das stimme nachdenklich. Und daraus ergebe sich ganz automatisch die Frage: „Wen nehme ich in meinem Umfeld nicht oder nicht mehr wahr“.

Verstorbenen eine Geschichte geben

Der Stadtdiakon versucht, wenn er von der Stadt oder einem Bestattungsunternehmer angefragt wird, so viel wie möglich über die oder den Verstorbenen in Erfahrung zu bringen. Bei der Zeremonie am offenen Grab gehe es darum, „ihm ein Gesicht und eine Geschichte zu geben“. „Ich vertraue auch diese Menschen der Geborgenheit Gottes an“, betont die Pfarrerin der Stadtkirchengemeinde Oberhofen. „Auch sie haben vor Gott ein Gesicht und einen Wert“.

2018 waren es 28 Bestattungen ohne Angehörige

Unterscheidung „Bei den sogenannten Armenbestattungen wird zwischen Verstorbenen, die obdachlos und ohne festen Wohnsitz verstorben sind, und zwischen Personen, die ohne Angehörige verstorben sind oder deren Angehörige zunächst nicht auffindbar sind bzw. für die eine nach dem Bestattungsgesetz bestattungspflichtige Person (naher Angehöriger) fehlt, unterschieden“, erläutert Olaf Hinrichsen, Pressesprecher der Stadt Göppingen. „In beiden Fällen wird die Bestattung von der Ortspolizeibehörde angeordnet und zunächst bezahlt“, erklärt er weiter. Für Obdachlose gebe es auf dem Göppinger Hauptfriedhof ein spezielles Gräberfeld. „Personen ohne Angehörige werden in Rasengräbern bestattet.“

Schwankung Die Anzahl dieser Bestattungen schwankte in den vergangenen Jahren stark. Obdachlose waren es maximal fünf im Jahre 2013. Im vergangenen Jahr wurden 28 Menschen ohne Angehörige bestattet, im Jahr zuvor waren es 19

 

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Gemein und chronisch, aber gutartig - Gesundheit - Drei Referenten sprachen beim Klinik-Dialog über Endometriose. Die gutartigen Wucherungen können Frauen starke Schmerzen bereiten und zu Kinderlosigkeit führen. Von Annerose Fischer-Bucher

Ganz wenig kann ganz viel Schmerzen bereiten und viel davon kann wenig oder gar nichts auslösen“, sagte der Chefarzt der Frauenklinik und Privatdozent Dr. Falk Thiel beim gut besuchten Klinikdialog zum Thema „Endometriose“. Nach Schätzungen leiden in Deutschland zwischen 2 bis 6 Millionen Frauen mit jährlich etwa 30 000 Neuerkrankungen an den Symptomen wie starken Regelschmerzen, die Alltag und Beruf beeinträchtigen, was oft verharmlost werde.

 

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Hofelich und Binder (SPD MdLs) fordern Maßnahmen gegen Unterrichtsausfall – Landkreis liegt deutlich über dem Landesschnitt Im November hat das Kultusministerium zum zweiten Mal den Unterrichtsausfall an allen öffentlichen Schulen erhobe

Bei der Auswertung wurde deutlich: Im Landkreis Göppingen fällt im Schnitt 4,2 Prozent des Unterrichts aus – damit liegt der Kreis über dem Landesschnitt von 3,6 Prozent. Besonders allgemeinbildende Gymnasien und Berufsschulen sind betroffen. Die Landtagsabgeordneten Sascha Binder und Peter Hofelich (beide SPD) fordern deshalb Maßnahmen gegen den anhaltenden Unterrichtsausfall. „Wir brauchen eine Rücknahme der grün-schwarzen Streichung von Lehrerstellen, mehr Entlastungskontingente und einen Ausbau der Krankheitsreserve“, betonen Hofelich und Binder mit Blick auf die Situation vor Ort.

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Bahn: Schneller nach Geislingen - Die Bahnanbindung nach Geislingen und Ulm wird schon jetzt verbessert. Das berichtet die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi in einer Pressemitteilung

Der Metropolexpress könne bereits ab Dezember 2019 im Halbstundentakt bis Geislingen fahren und die bis Ulm und Stuttgart durchfahrenden Regionalbahnen müssten in Geislingen nicht mehr 15 Minuten stehen und warten.

„Das ist eine super Nachricht für den Bahnverkehr im Filstal und vor allem für den Geislinger Raum,“ so die CDU-Politikerin. Vorausgegangen waren Beratungen des Verkehrsministeriums mit der NVBW und mit GoAhead als dem künftigen Betreiber der Züge im Filstal über den künftigen Fahrplan. Dabei wurde ein neues Konzept entwickelt, das spürbare Vorteile bieten kann.

 

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