Bessere Hilfe bei Herzschwäche - Medizin - Die Klinik für Kardiologie der Alb-Fils-Kliniken wurde als zweite Einrichtung in Baden-Württemberg als Schwerpunktkrankenhaus für Herzinsuffizienz zertifiziert. Von Annerose Fischer-Bucher

Fallbesprechung des Herzinsuffizienzteams in der Klinik am Eichert: von links Professor Dr. Stephen Schröder, Antje Maier, Marion Steindl, Dr. Karin Rüter-Becker. 

Früher dachten viele Menschen, die sogenannte Herzschwäche, die heute als Herzinsuffizienz gekennzeichnet wird, sei eine Frage des Alters, nicht so schlimm und einfach hinzunehmen. Die ungenügende Versorgung der Organsysteme ist jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal prinzipiell sämtliche Herzerkrankungen zu einer Herzinsuffizienz führen können. So hätten etwa 25 Prozent der kardiologischen Patienten eine Herzinsuffizienz, sagte Oberärztin Dr. Karin Rüter-Becker bei einer Besprechung des Herzinsuffizienzteams der Kardiologie der Klinik am Eichert. Deshalb sei eine genaue Ursachenforschung wichtig.

 

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Den Takt des Jahres 2022 angezeigt - Ausstellung - Zeit, sie rückte in den vergangenen Monaten verstärkt ins Bewusstsein. Fünf Künstler haben sich damit auseinandergesetzt, zu sehen bis 30. August in der Kunsthalle Göppingen. Von Margit Haas

Flaggen von Staaten, die es gar nicht mehr gibt, hat Nasan Tur in der Kunsthalle zusammengetragen. Die dortige Ausstellung nähert sich dem „Wesen der Zeit“ mit Arbeiten von fünf Künstlern.

Ein rhythmischer Herzschlag empfängt die Besucher der Göppinger Kunsthalle. Regelmäßig erklingt der Ton, ist in der gesamten Ausstellung zu hören, scheint alle Kunstwerke zu durchdringen, erinnert an die Flüchtigkeit von Zeit.

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Vereint durch Spielzeug Partnerschaften Die Märklinstadt Göppingen und die Spielzeugstadt Sonneberg sind seit 1990 offiziell verbunden. Ein Ausflug in die thüringische Partnerstadt lohnt. Von Margit Haas

Das Sonneberger Rathaus ist für eine 28 000-Einwohner-Stadt ein imposantes Gebäude. Aber auch sonst haben Göppingens thüringischer Partner und dessen Umgebung viel zu bieten.

Statt einer Fernreise mal einen Ausflug in eine der Göppinger Partnerstädte unternehmen? Sonneberg in Thüringen bietet sich da an. Der Kreis Sonneberg liegt am Südhang des Thüringer Waldes. Die Kreisstadt mit ihren 28 000 Einwohnern öffnet sich in die offene Landschaft hinein und bietet viele touristische Attraktionen. An erster Stelle sei das Deutsche Spielzeugmuseum genannt, das bereits 1901 als „Industrie- und Gewerbemuseum“ gegründet worden war. Es gilt damit als älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland. Zu den Kostbarkeiten der Sammlung gehören Sonneberger Holzspielwaren, Figuren aus Pappmaché und Spielzeug aus der ganzen Welt. Das bekannteste Ausstellungsstück ist die „Thüringer Kirmes“, die mit 67 lebensechten Figuren ein typisch ländliches Volksfest vorstellt.

 

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Organisatorischer Aufwand enorm - Pandemie Corona – für alle eine schwere Zeit. Geflüchtete sind besonders betroffen, wenn auch viele Hilfsangebote aufrechterhalten wurden. Von Margit Haas

Auch beim „Runden Tisch Asyl“ musste der Mindestabstand eingehalten werden.

Die vergangenen Monate haben Geflüchtete und die Mitarbeitenden der Institutionen, die sich für sie engagieren, vor Herausforderungen gestellt. Sie gehen noch einmal deutlich über die hinaus, mit denen alle zu kämpfen haben. Beim zwölften „Runder Tisch Asyl“ in der Göppinger Stadthalle wurde dies eindrücklich geschildert. Zahlreiche Vertreter von Ämtern und Organisationen berichteten von ihren Erfahrungen seit März. „Wir möchten von Ihnen hören, was gut funktioniert hat und was in Zukunft möglich sein wird“, so Göppingens Sozialbürgermeisterin Almut Cobet.

 

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Einfach mal in der Natur abschalten - Freizeit - Gerade in Corona-Zeiten suchen viele Entspannung bei einem Spaziergang oder einer kleinen Wandertour in der näheren Umgebung. Hier sind ein paar Ausflugstipps für Familien. Von Andrea Rothfuß

Nichts ging mehr, das öffentliche Leben wurde stillgelegt und sogar Spielplätze waren wochenlang tabu. Familien mussten diese schwierige Zeit überbrücken und trotzdem Beschäftigungsmöglichkeiten mit ihren Kindern finden. Ein Alternative sind auch heute noch Ausflüge in die Natur. Natürlich gilt auch dabei, Abstand zu anderen zu halten und Hygienemaßnahmen zu beachten. Was hat die Natur hier im Umland zu bieten?

 

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Entscheidung steht kurz bevor - Bildung - Im Juli wird die Hochschule Esslingen wohl ihre Umstrukturierung beschließen. Göppingen soll eine Fakultät bekommen, ein Insider warnt vor „Kahlschlag“. Von Dirk Hülser

Der Standort Göppingen der Hochschule Esslingen steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Fakultät Mechatronik-Elektrotechnik wird es wohl so bald nicht mehr geben. Der Senat der Hochschule entscheidet darüber in den kommenden Wochen endgültig.

Am Montag ist der Rektor der Hochschule Esslingen nochmals beim Göppinger Oberbürgermeister Guido Till, auch mit der IHK hat Christof Wolfmaier noch „mehrere Abstimmungen“, wie er ankündigt. Das Thema der Gespräche ist klar: Es geht darum, dass die Hochschule sich umstrukturiert, der Standort Göppingen soll die Fakultät Mechatronik-Elektrotechnik verlieren, sie soll in Esslingen eingegliedert werden. Die zweite Fakultät, Wirtschaftsingenieurwesen, soll ihre Eigenständigkeit einbüßen. Das war bislang Stand der Dinge. Auf den anstehenden Sitzungen des Hochschul-Senats soll die Neuausrichtung endgültig beschlossen werden.

 

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Neue Möbel für 24 Zimmer - Soziales - Mit Spenden der NWZ-Aktion „Gute Taten“ hat das „Haus Linde“ die Zimmer in der Brückenstraße hergerichtet. Ein Lichtblick in düsteren Zeiten. Von Susann Schönfelder

Ein Bewohner zeigt eines der neu möblierten Zimmer in der Brückenstraße. Das „Haus Linde“ konnte dank der NWZ-Aktion „Gute

Auch im Kreis Göppingen fehlt bezahlbarer Wohnraum. „Die meisten unserer Klienten gehen bei der Wohnungssuche leer aus, die Zahl der Menschen ohne Obdach im Landkreis steigt kontinuierlich“, sagt Wolfgang Baumung, Leiter der Wohnungslosenhilfe „Haus Linde“. Sehr viele Klienten suchten die Beratungsstelle auf, um Unterstützung bei der Bewältigung ihrer vielschichtigen Probleme zu bekommen. Im Jahr 2019 waren es 275 Menschen, 20 Prozent von ihnen sind unter 25 Jahre alt. Der Frauenanteil sei auf nahezu 18 Prozent gestiegen, sagt Baumung. Die Wohnungsangebote mit insgesamt 50 Plätzen seien ausgelastet, drei Sozialarbeiter kümmern sich um die Klienten. „Ohne Spenden geht da nichts“, betont der Leiter der „Linde.“

 

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Der Landkreis ist fast coronafrei - Pandemie - Trotz einer Neuinfektion gestern gibt es nur noch sechs Infizierte. Der Leiter des Gesundheitsamts ist erleichtert, möchte aber noch keine Entwarnung geben. Banger Blick aufs Ende der Ferien. Von Dirk Hülser

Derzeit sind die Schulen relativ leer, so wie hier das Freihof-Gymnasium in Göppingen. Nach den Ferien werden wieder mehr Schüler unterrichtet – bald wird sich zeigen, ob sich dies auf die aktuell niedrige Zahl an Infizierten im Landkreis auswirkt.

Der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts ist erleichtert: „Das ist der beste Wert, den wir bislang hatten“, sagt Dr. Heinz Pöhler über die Anzahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis. Gerade noch sechs positiv getestete Personen wies die Statistik gestern aus, sie verteilen sich auf vier Gemeinden: Uhingen (drei Fälle), Rechberghausen, Eislingen und Donzdorf (jeweils ein Fall).

 

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„Große Wertschätzung der geleisteten Arbeit“ - Medizin - Altenpfleger erhalten eine Prämie für ihre Arbeit während der Corona-Krise. Vom Bonus ausgeschlossen sind die Pflegekräfte der Alb-Fils-Kliniken. Von Ruben Wolff

Für Fachkräfte in der Altenpflege wird ein Bonus von 1000 Euro ausgezahlt. Die Länder können die Prämie um weitere 500 Euro aufstocken. Die Alb-Fils-Kliniken sind enttäuscht, dass die Prämie nicht ihren Pflegekräften zugutekommt.

Wir hätten uns gewünscht, dass der Bund auch gegenüber der Krankenpflege ein starkes Zeichen der Wertschätzung setzt“, sagt Ulrike Fischer, Pressesprecherin der Alb-Fils-Kliniken (AFK). Die Entscheidung habe für Erstaunen bei den AFK gesorgt.

 

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Museum braucht eine Frischekur - Museum - Seinen 50. Geburtstag kann das Naturkundemuseum Göppingen heute feiern. Doch es gibt Nachholbedarf bei Gebäude und Ausstellung. Eine Party fällt aus unterschiedlichen Gründen aus. Von Margit Haas

Die ehemalige Badherberge in Jebenhausen ist fast 400 Jahre alt, die Ausstellungen des Naturkundemuseums auf den Tag genau 50 Jahre. Gefeiert wird aber nicht.

Man sieht es dem Gebäude und auch der Ausstellung an, dass sie schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Die ehemalige Badherberge Jebenhausens zählt fast 400 Jahre, die Ausstellungen des Naturkundemuseums auf den Tag genau 50. Beides bräuchte dringend eine Überholung – und so gibt es tatsächlich derzeit wenig zu feiern. „Momentan ist geplant, den schadhaften Westgiebel der Badherberge zeitnah zu sanieren“, informiert Dr. Dominik Gerd Sieber. „Darüber hinaus steht die Komplettsanierung des Badhauses wie auch der Badherberge weiterhin auf der Agenda, müssen aber hinter anderen Bauaufgaben zunächst noch zurückstehen“, so der Stadtarchivar weiter.

 

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