Seniorennetzwerk Göppingen

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Flyer zu den Schulungsinhalten

2019_Flyer_Schulungsreihe_V4.pdf
[510,2 KiB]
Magdalene Lutz-Rolf- Musikpatin

Gemeinsam für ein gutes Leben im Alter - Schulungsreihe für Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit

Ort: Bürgerhaus, Kirchstraße 11, 73033 Göppingen

Termine der Schulungsreihe 2019:
Montag, 30.09., 17-19 Uhr Kennenlernen und Information
Montag, 07.10., 17-19 Uhr Rechtliche Grundlagen
Montag, 14.10., 17-19 Uhr Gesundheitliche Veränderungen im Alter
Montag, 21.10., 17-19 Uhr Grundlagen der Kommunikation
Montag, 04.11., 17-19 Uhr Krankheitsbild Demenz

Freitag, 15.11., 10-16 Uhr, Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz
Montag, 18.11., 15-18 Uhr, Betreuung und Aktivierung von Menschen mit Demenz, Situation der Angehörigen

- Abschluss und Austausch
- Übergabe der Zerifikate im Rahmen des "Tag des Ehrenamtes" im Rathaus.

Anmeldung:
Haus der Familie Göppingen, Tel: 07161 96051-10 E-Mail: info@hdf-gp.de Internet: www.hdf-gp.de

Information: Tina Hemminger, Koordinatorin Seniorennetzwerk Tel. 07161 650-5241 E-Mail: themminger@goeppingen.de

Zusatzmodul "Essen und Trinken bei Menschen mit Demenz"
Montag, 10.02.2020, 17-19 Uhr Wilhelmshilfe, Wichernweg 1, 73035 GP-Bartenbach
Anmeldung u. Information: Melanie Kutschke-Frye, E-Mail: m.kutschke-frye@wilhelmshilfe.de Tel. 0151-22973

Information: Tina Hemminger, Koordinatorin Seniorennetzwerk  Tel. 07161 650-5241 E-Mail: themminger@goeppingen.de

  1. Projektgruppe Senioren- und Demenzpaten

Ehrenamtliche Senioren- und Demenzpatinnen und Paten begleiten Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit beginnender Demenz in der häuslichen Umgebung.

Neu ist der „Musikalische Hausbesuch“ Ehrenamtliche Musikpatinnen und Musikpaten kommen ins Haus. Dabei geht es um Musik und Singen. Vertraute Lieder werden gesungen und musikalische Impulse gesetzt, welche sich an den musikalischen Vorlieben aus der Biografie der Besuchten orientieren.

Insbesondere bei Menschen mit Demenz ist Musik ein Königsweg zu Erinnerungen; sie bildet Brücken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Musik und Singen macht Freude, fördert das Wohlbefinden und kann auch für pflegende Angehörige eine Kraftquelle sein.

  1. Projektgruppe Medienboten

Die ehrenamtliche Medienbotinnen und Medienboten bringen Bücher, Hörbücher, CDs und DVDs zu Menschen mit eingeschränkter Mobilität und /oder Sehbehinderungen nach Hause.

https://www.goeppingen.de/,Lde/start/Soziales/Seniorenpaten.htm

https://www.goeppingen.de/,Lde/start/Soziales/medienboten.html

https://www.goeppingen.de/,Lde/start/Soziales/Seniorennetzwerk.htm

https://www.goeppingen.de/,Lde/start/Soziales/buendnis-fuer-familie.html

Musik + Märchen

Musik und Märchen zu verbinden ist eine gute Möglichkeit zur Ergänzung des musikalischen Hausbesuches. Das Märchen-Erzähltheater zur Erinnerungspflege ist eine vergnügliche und kreative Methode, um auch im Alter den „Schatz der Erfahrungen“ aus dem Leben eines Menschen wieder anzustoßen. Das Märchen wird zu den Bildkarten erzählt und bekannte Musik oder Lieder werden dazu gespielt oder gesungen, um die Stimmungen des Märchens wiederzugeben.

Gute Voraussetzungen dafür sind, Freude an der Musik, an Märchen, am Singen und an Lebensgeschichten. Ebenso wichtig sind Wertschätzung und Interesse für alte Menschen, sowie die Fähigkeit, sich mutig, geduldig und ohne Erwartungen auf sie einlassen zu können.

Märchen sind Überlebensgeschichten

Prof. Dr. Verena Kast, Psychoanalytikerin, St. Gallen

Märchenheldinnen/-helden sind mutig und vertrauensvoll, sie nutzen ihre Kräfte bis zur Neige, verstehen aber auch Hilfe anzunehmen. Märchen vermitteln Mut zur Zukunft und ebnen den Weg, Lebensprobleme zu lösen. Damit helfen sie das Leben wieder besser zu meistern und sind deshalb Überlebensgeschichten.

Mit Musik geht vieles im (Pflege)-Alltag besser

Die Musikgeragogik ist eine noch junge Disziplin im Schnittfeld von Musikpädagogik und Geragogik. Die Musikgeragogik befasst sich mit der musikalischen Biografie eines Menschen und bietet vielfältige Möglichkeiten, um Musik und Singen auch im Alltag bei der Betreuung von alten Menschen, insbesondere bei Menschen mit Demenz, einzusetzen. Bekannte Musik schenkt Freude, Sicherheit, Geborgenheit und Trost. Sie kann motivierend, beruhigend und ordnend sein, aktiviert das Selbstberuhigungssystem, regt Gefühle an, weckt Erinnerungen und gemeinsames Singen verbindet. Musik kann bei Bewegungsdrang, Aggression und Schmerzen positiv wirken.

„Singende Pflegekräfte machen Morgenpflege zum Vergnügen“ Eine schwedische Studie hat ergeben, dass eine singende Pflegekraft einen guten Einfluss auf alte Menschen mit Demenz ausübt. Sie verhalten sich positiver, empfinden mehr Freude, sind weniger aggressiv und die Kommunikation fällt leichter.

Im Folgenden werden einige Methoden vorgestellt, um Lieder & Musik in den Pflegealltag zu integrieren. Es eignen sich am besten die Lieder und Musikstücke aus der Biografie, die in einem „musikalischen Lebenslauf“ erfasst sind. Z.B. kann man morgens bei der Morgentoilette bekannte Morgenlieder singen, Wanderlieder zur Mobilisation oder Abendlieder am Bett. Beim „musikalischen Hausbesuch/Bettbesuch“ ist man in der vertrauten Umgebung. Nach einer musikalischen Begrüßung, nimmt man individuelle Wünsche auf und setzt zusätzliche Reize durch Singen oder besondere Instrumente. Wenn keine verbale Kommunikation möglich ist, werden anhand der musikalischen Biografie Impulse gesetzt. Begrüßungs- und Abschiedsrituale sind wichtige Elemente. „Für-Singen“ heißt für jemanden singen, es werden nach der musikalischen Biografie zwei bis drei Lieder ausgewählt und im Zimmer oder am Bett gesungen. Die Methode der „Verklanglichung“ macht auch mit der Familie viel Freude. Zu einem bekannten Musikstück beteiligen sich alle mit Rhythmusinstrumenten und singen.

http://www.musikgeragogik.de/

http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/aktuelles.htm?showid=3054

Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit der Partner der Altenhilfe in Göppingen im Rahmen des Seniorennetzwerkes Göppingen

Das Seniorennetzwerk Göppingen

Im Jahr 2009 wurde in Göppingen mit der Sozialplanung für Senioren ein sehr breit aufgestelltes Projekt begonnen. Im Rahmen des Projekts „Gut Wohnen und Leben im Alter“ wurden verschiedene Projekte initiiert. Mit Hilfe von Zukunftswerkstätten in den Stadtbezirken konnten die Belange der Bürgerinnen und Bürger erfasst werden. Durch ein Sozialforum wurden die professionellen Anbieter und Institutionen in die Planung mit einbezogen. Auf dieser Grundlage wurde das Seniorennetzwerk ins Leben gerufen.

Ziel des Seniorennetzwerks ist die Unterstützung von Jung und Alt im Quartier; älteren Menschen soll zudem dadurch möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung und dem eigenen Lebensumfeld ermöglicht werden.

Das Netzwerk möchte mit verschiedenen Bausteinen den älteren oder hilfebedürftigen Menschen in Göppingen ermöglichen, länger zu Hause wohnen bleiben zu können und die vielfältigen Alternativen an bedarfsgerechten Hilfen und Wohnformen aufzeigen Das Netzwerk möchte mit verschiedenen Bausteinen einen Beitrag leisten zur Teilhabe und zu einem selbstbestimmten Leben von Seniorinnen und Senioren. Dafür braucht es für die Betroffenen Hilfe bei der Bewältigung des Alltags oder bei der Pflege. Bei der Bewältigung des Alltags gibt es Bereiche wie Hausbesuchsdienst oder Hospizdienst, so genannte Bausteine des Seniorennetzwerkes, die von ehrenamtlich Engagierten abgedeckt werden können. Die ehrenamtlich besetzten Bausteine sollen Versorgungslücken schließen. Ein großer Bereich von Hilfen bei der Bewältigung des Alltags und der Pflege muss von professionellen Diensten übernommen werden.

Die Zukunftsstrategie
Um die Versorgung älterer Göppinger Bürgerinnen und Bürger zu Hause in ihrem Lebensumfeld zu gewährleisten, wird als Zukunftsstrategie die Zusammenarbeit aller Anbieter sozialer Dienstleistungen und Projektgruppen in einem Netzwerk angesehen. Die gleichzeitig vorhandene Wettbewerbssituation der Dienste und Einrichtungen führte die Stadtverwaltung zu der Überlegung, eine Kooperationsvereinbarung zu entwickeln, um sowohl allen Anbietern Raum für ihre Angebote zu geben, als auch sicherzustellen, dass alle Beteiligten im Netzwerk zum Wohle des Kunden zusammen arbeiten und schon vorhandene Kundenbindungen respektiert werden. Aktives Abwerben von Kunden innerhalb des Netzwerkes widerspricht dem Kooperationsgedanken. Die Netzwerkpartner erklären sich bereit, die Ziele des Seniorennetzwerkes gemeinsam umzusetzen.
Geheimhaltung
Alle Partner des Seniorennetzwerkes sowie die Mitarbeiter des Seniorennetzwerkes verpflichten sich und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über alle Angelegenheiten und Verhältnisse des Vertragspartners und der anderen Träger Stillschweigen zu bewahren. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung der Vereinbarung.
Gültigkeit und Dauer
Die Vereinbarung tritt mit dem Datum der Unterschrift der Kooperationsvereinbarung in Kraft. Die Vereinbarung kann jederzeit von einem Partner mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende gekündigt werden.

Erklärung
Wir, die Netzwerkpartner, erklären uns ausdrücklich bereit, folgende Aufgaben gemeinsam umzusetzen:
- gemeinsame Projekte zum Wohle hilfs- oder pflegebedürftiger Menschen
- gemeinsame Darstellung der Netzwerkarbeit in der Öffentlichkeit sowie Teilnahme an Veranstaltungen
- sozialräumliche Ausrichtung der Angebote
- Vertretung der Interessen hilfs- oder pflegebedürftiger alter Menschen in der Öffentlichkeit
- Regelmäßiger Informationsaustausch unter der Leitung der Stadtverwaltung.

Diese kooperative und vertraglich fixierte Vorgehensweise wird in Göppingen erstmalig praktiziert. Sie ist Garant für die gute Versorgung älterer und hilfsbedürftiger Bürgerinnen und Bürgern von Göppingen.

Das erklärte Ziel der Unterzeichner ist, für das Projekt „Seniorennetzwerk Göppingen“ möglichst viele Akteure für eine verbindliche Kooperation zu gewinnen. Weitere Akteure können in diese Vereinbarung aufgenommen werden.

Göppingen, 14. April 2015

Für die Stadt Göppingen
Gabriele Zull / Erste Bürgermeisterin

 

Konzeption Netzwerk Demenz Göppingen

AKTUELLE FASSUNG 2018

Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung nimmt aufgrund des demografischen Wandels ständig zu. Insbesondere der Anstieg der hochbetagten Menschen bedeutet ein erhöhtes Risiko an Demenz zu erkranken.

Das Netzwerk Demenz ist ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Organisationen und Einrichtungen sowie Einzelpersonen, die sich für eine Verbesserung der Versorgung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in der Stadt Göppingen einsetzen.

Ziele Ziel des Netzwerks Demenz ist es, die Situation von Menschen mit Demenz und deren pflegender Angehöriger  in Göppingen nachhaltig zu verbessern. Durch Informationsveranstaltungen soll das Thema Demenz stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Bestehende ambulante, stationäre und ehrenamtliche Unterstützungsmöglichkeiten in der Stadt Göppingen sollen bekannt gemacht und vernetzt werden.

Mitarbeit im Netzwerk Demenz Mitarbeiten können alle sozialen Institutionen, Behörden, Verbände, Vereine und Einzelpersonen, die sich für die Ziele des Netzwerks Demenz einsetzen. Das Netzwerk dient nicht der Kundengewinnung oder Marketingzwecken.

Netzwerktreffen/ Runder Tisch Die Netzwerktreffen finden in regelmäßigen Abständen, mindestens zweimal pro Jahr, im Rahmen eines Runden Tisches statt.

Es wird ein Protokoll erstellt und mit der Einladung für das nächste Treffen versendet. Die Treffen dienen dem Austausch untereinander, der Vernetzung der Angebote sowie zur Planung und Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen.

Arbeitsgruppen Es können themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet werden. Diese erarbeiten Vorlagen, die vom Runden Tisch zu entscheiden sind.

Öffentlichkeitsarbeit Planung und Durchführung von Veranstaltungen zur Aufklärung sowie über den Umgang mit Menschen mit Demenz, Erstellung von Informationsmaterial und Gewinnung von ehrenamtlich Tätigen.

Qualitätssicherung Bestandsaufnahme und regelmäßige Aktualisierung der zu vernetzenden Angebote, Organisation von gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen, Vernetzung und Kooperation mit dem Landkreis Netzwerk Demenz sowie regelmäßige Evaluation der bestehenden Angebote.

Koordination Die Koordination obliegt der Stadtverwaltung Göppingen, Fachbereich Schule, Sport, Soziales.  

Stand Dezember 2018

Ich/ wir erkläre/n mich/ uns mit den Zielen des Netzwerks Demenz Göppingen einverstanden. Die Konzeption und die Geschäftsordnung liegen mir/ uns vor. 

Göppingen, Unterschrift/ Stempel