Ältere Menschen in BRD und EU

Laut der o.g. Broschüre von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Manuela Schwesig und dem Präsidenten des Statischen Bundesamts - Dieter Sarreither, vom Juli 2016 mit 99 Seiten habe ich verinnerlicht, um diese wichtigen Zusammenfassungspunkte und nachfolgende Stichpunkte zu fixieren.

Zusammenfassungspunkte:

Älter werden liegt im Trend. Ältere Menschen werden unsere Gesellschaft zunehmend prägen.

Ehe und Eigenheim wichtige Konstanten im Leben. Die meisten Paare der Generation 65 sind verheiratet, nichteheliche Lebensgemeinschaften spielen eine untergeordnete Rolle.

Traditionelle Rollenverteilung beim Lebensunterhalt. Neun von 10 Seniorinnen und Senioren in Deutschland finanzieren ihren Lebensunterhalt überwiegend durch eine Rente oder Pension.

Sehr hohe Kaufkraft im EU-Vergleich. Ein Vergleich der harmonisierten Einkommen in der EU zeigt, das deutsche Seniorinnen und Senioren sehr kaufkräftig sind

Mehrheitlich gesundheitlich fit. Auch wenn gesundheitliche Beschwerden im Alter erwartungsgemäß zunehmen: Die meisten Seniorinnen und Senioren über 65 Jahre in Deutschland fühlen sich fit.

Pflegebedarf steigt erst bei Hochbetagten an. Der Pflegebedarf steigt in Deutschland erst im hohen Alter an. Zwischen 75 und 79 Jahren ist jeder Zehnte pflegebedürftig, zwischen 80 und 85 Jahren etwa jeder Fünfte.

Erwerbsarbeit im Rentenalter kein Massenphänomen. Jenseits der 65 Jahre sind insgesamt noch 6 %  der Menschen erwerbstätig.

Zurückhaltung bei Neuanschaffungen außer für Mobilität. Bei Neuanschaffungen im Bereich der Unterhaltungselektronik ist die Generation 65 plus in Deutschland im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen vergleichsweise zurückhaltend. In 7 % der Seniorenhaushalte in Deutschland gibt es ein E-Bike, gegenüber 3 % in jüngeren Haushalten. Einen Neuwagen besitzen 42 % der Seniorenhaushalte, aber nur 31 % der jüngeren Haushalte.

 

Stichpunkte:

In Deutschland ist derzeit rund ein Viertel der Menschen 60 Jahre oder älter, Tendenz steigend

Die Generation 60 plus stellte bei der Bundestagswahl 2013 bereits gut ein Drittel der Wahlberechtigten und damit mehr als doppelt so viele wie die Generation der unter 30-Jährigen

Die Erwerbsbeteiligung älter Menschen zwischen 65 und 69 Jahren hat sich in der letzten Dekade verdoppelt

Ende 2014 lebten in Deutschland rund 17.000 Menschen, die 100 Jahre oder älter waren.

19,2 % der Menschen in BW sind 65 Jahre oder älter.

Die Mehrheit der Älteren ist sesshaft

2014 wanderten 7.500 Menschen mehr ins Ausland aus, als nach Deutschland kamen

Anteil der Personen ab 60 Jahren in der Bevölkerung: 2014 = 27 %, 2030 = 35 %, 2050 = 38 %

Anteil der Personen ab 80 Jahren in der Bevölkerung: 2014 = 6 %, 2030 = 8 %, 2050 = 13 %

2014 lebten in Deutschland gut 4,5 Millionen Menschen in Deutschland, die mindestens 80 Jahre alt waren

Überdurchschnittliche Wahlbeteiligung bei über 70 Jährigen. Bei der repräsentativen Wahlstatistik von 2013, waren dies rund 72 %

Es gibt mehr Ältere als Jüngere in Deutschland

Anteil der Personen ab 60 Jahren an der EU-Gesamtbevölkerung: 2015 = 25 %, 2030 = 31 %, 2050 = 34 %

Anteil der Personen ab 80 Jahren an der EU-Gesamtbevölkerung: 2015 = 5 %, 2030 = 7 %, 2050 = 11 %

2014 waren Hochqualifizierte ab 65 Jahren oder älter, zu 78 % länger tätig, als Geringqualifiziert  = 48 %

Nach Mikrozensus 2013 wurde der Ruhestand im Durchschnitt mit 62 Jahren angetreten

Jede fünfte alleinlebende Frau im Rentenalter hat unter 900 € Rente

Gesetzliche Rente: Männer, West 1.020 €, Ost 1.111 € und Frauen, West 566 €, Ost 824 €

Privathaushalte mit Haus-und Grundbesitz am 1.1. 2013: 44-54 Jahre = 56 %, 55-64 Jahre = 57,9 %, 65-69 Jahre = 53,9 %, 70-79 Jahre = 56,1 %, 80 Jahre und älter = 47,7 %

Einkommen von Personen ab 65 Jahren 2014: Deutschland = 100, darüber Frankreich mit 110, Österreich mit 118, Luxemburg mit 172, bei allen anderen Staaten gilt unter 100

Von materieller Entbehrung sind insgesamt Ältere weniger betroffen als Jüngere

12,6 Millionen EU Bürger ab 65 Jahren sind armutsgefährdet, 8,1 Millionen Frauen und 4,5 Millionen Männer

Frauen in Deutschland sind häufiger auf Grundsicherung angewiesen, in Westdeutschland ist der Anteil der Leistungsbezieher höher als in Ostdeutschland. In BW 2,4 % (Deutschland 3,0)

Fernere Lebenserwartung 2014: Frauen 85,2 Jahre, Männer 81,5 Jahre

Im Alter wird vergleichsweise wenig geraucht

Im Vergleich zur jüngeren Bevölkerung sind ältere Menschen häufiger übergewichtig, rauchen jedoch seltener

Personen ab 65 Jahren, die sich gut oder sehr gut fühlen in der EU: 65 -74 Jahre = 62 % mit höherem Bildungsgrad, 39 % mit niederen Bildungsgrad, 75-84 Jahre = 46 % mit höherem Bildungsgrad, 25 % mit niederen Bildungsgrad, 85 Jahre und älter = 33 % mit höherem Bildungsgrad, mit niederen Bildungsgrad 19 %

2011 standen Seniorinnen und Senioren durchschnittlich 60 Quadratmeter Wohnfläche pro Person zur Verfügung. Bei Haushalten der unter 65 -Jährigen waren es lediglich 40 Quadratmeter

Ältere bleiben beim Filterkaffee

Die Hälfte der Generation 65 plus surft im Internet, immerhin 44 % der älteren Internetnutzer tätigen 2015 ihre Bankgeschäfte per Internet. Bei 25 - 44 Jährige = 74 %. Männer nutzen Internet intensiver als Frauen

Ältere verbringen ihre Freizeit seltener in Gesellschaft

EU weit treiben 30 % der über 55 Jährigen mehr oder weniger regelmäßig Sport

Ältere Menschen sind stark im sozialen Bereich engagiert (Ehrenamt wird ganz aktiv unterstützt)

Ältere Menschen im Straßenverkehr sind besonders gefährdet, geringere Unfallbeteiligung, aber höheres Sterberisiko als Jüngere

Unfälle älterer Fußgänger werden überwiegend durch andere Verkehrsteilnehmer verschuldet (Nahezu jeder dritte Straßenverkehrstote ist über 65 Jahre)

Fehlverhalten von PKW Fahrern ab 65 Jahren 2014, Vorfahrtsfehler sind die häufigste Ursache, gefolgt von Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren

Ältere Menschen verlieren bei komplexen Situationen im Straßenverkehr schneller den Überblick als Jüngere

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