Ausgangsbeschränkungen seit dem heutigen Mittwoch - Landrat Edgar Wolff appelliert: „Alle nicht zwingend notwendigen Kontakte unterlassen.“ - Geppo

Das Landratsamt Göppingen hat am Montag, 12. April, eine Allgemeinverfügung über eine nächtliche Ausgangsbeschränkung im Landkreis Göppingen erlassen und im Rahmen einer Notbekanntmachung auf seiner Homepage veröffentlicht. Die Verfügung gilt am zweiten Werktag nach ihrer Veröffentlichung als bekanntgegeben und wurde damit am heutigen Mittwoch, 14. April, um 0:00 Uhr wirksam. Anlass hierfür ist die besorgniserregende Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis, welche einen kritischen Stand erreicht hat. Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den letzten Tagen und Wochen zeigt, dass die bislang getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend sind, um die Fallzahlen einzudämmen. Während die Inzidenz am 7. April noch bei 110,0 lag, stieg sie innerhalb von zwei Tagen auf 156,5 und erreichte am 11. April einen Wert von 197,2. Auch die Kapazitäten zur Betreuung der Covid-Patienten an den beiden Standorten der ALB FILS KLINIKEN sind aktuell an ihren Grenzen.

Nach dieser Allgemeinverfügung dürfen sich Personen im Landkreis Göppingen zwischen 21 und 5 Uhr nur aus triftigen Gründen außerhalb ihrer Wohnung oder sonstigen Unterkünften aufhalten. Triftige Gründe sind beispielsweise der Besuch von Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Inanspruchnahme medizinischer Leistungen oder die Ausübung beruflicher Tätigkeiten. Nähere Informationen zu den Ausnahmen sind im vollständigen Text der Bekanntmachung unter www. landkreis-goeppingen.de zu finden. Die Allgemeinverfügung ist zunächst befristet bis zum 19. April und kann verlängert werden. Weitergehende Maßnahmen über die Ausgangsbeschränkung hinaus wurden zur Zeit der GEPPO-Drucklegung geprüft.

Oberbürgermeister Alex Maier hält die Lage für sehr ernst. „Wir können den hohen Inzidenzwert nur gemeinsam senken“, appelliert das Stadtoberhaupt an die Bürgerinnen und Bürger, sich an die notwendigen Beschränkungen zu halten. „Wir müssen unsere Kontakte reduzieren und die AHA+L-Regeln anwenden, also Abstand halten, Hygiene beachten, bei Begegnungen im Alltag FFP2-Masken tragen und regelmäßig gründlich lüften.“ Dennoch müssen in nächster Zukunft Begegnungen so weit wie möglich vermieden werden, hofft der Oberbürgermeister auf eine breite Beachtung der verbindlichen Regeln. Die Ortspolizeibehörde und der Gemeindevollzugsdienst (GVD) werden, in enger Abstimmung mit der Polizei, auf die Einhaltung der jeweils geltenden Regeln bei Tag und bei Nacht achten und dabei den zu erwartenden Hotspots besonderes Augenmerk widmen

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