Wohnen in der Stadt von Morgen. Geppo

Wie leben, wohnen, arbeiten Menschen in den Städten des digitalen und globalen Zeitalters? Mit experimentellen Projekten will die Internationale Bauausstellung 2027 Stadt[1]Region Stuttgart (IBA’27) auf diese Frage neue Antworten finden.

Bis zum Ausstellungsjahr 2027 – genau hundert Jahre nach Bau der Weissenhofsiedlung – sollen modellhafte Ideen für nachhaltige und gerechte Stadtregionen der Zukunft sichtbar werden. Wieviel Fläche für Privatsphäre wird gebraucht? Wie sehen neue Finanzierungs-, Miet- und Eigentumsmodelle aus? Kann Wohnraum flexibel auf Lebensphasen reagieren? Wie sehen Wohnformen für eine gerechte und durchmischte Stadtgesellschaft aus? Die Ausstellung „Wohnen in der Stadt von morgen“ zeigt neue Wohnkonzepte und -ideen aus der Metropolregion Stuttgart. Göppingen ist mit dem „Ausdinghaus“ vertreten, einer Idee der Studierenden der Hochschule Esslingen Campus Göppingen. Diese entwickelten ein mobiles Mikroappartement für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen. Es soll an die jeweilige Lebenssituation adaptiert werden können: Basierend auf einem Standard-Schiffscontainer lässt sich der Raum mithilfe von Assistenzsystemen an die Hilfsbedürftigkeit der jeweiligen Lebenssituation anpassen. Darüber hinaus bietet das mobile Konzept die Möglichkeit, den Wohnraum stets mit sich zu führen. Dadurch kann das Mikroappartement im Bedarfsfall von der gewohnten Umgebung an ein Pflegeheim, ein Krankenhaus oder an ein Hospiz angesiedelt werden.

In urbanem Umfeld könnte es auf frei gewordenen Parkflächen aufgestellt werden. Im ländlichen Umfeld ist das Konzept historisch als Ausdinghaus oder Altenteil bekannt. Das Mikroappartement kann nach der Nutzung aufbereitet und weiterverwendet werden. Zu sehen ist das „Ausdinghaus“ in der virtuellen Ausstellung der IBA’27 unter https://www.iba27.de/

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