Hoffnung auf schnelle Genehmigung Bauvorhaben Ende 2022 sollen in Göppingen die ersten Bewohner und Mieter des ASB-Seniorenzentrums am „Stern“ einziehen. Die Abbrucharbeiten laufen bereits. Von Margit Haas

An der Sternkreuzung sollen 41 barrierefreie Wohnungen und 87 Pflegeplätze entstehen. Visualisierung: Flaig-Architekten

In den kommenden zwei Jahren werden an der Sternkreuzung 41 barrierefreie Wohnungen und 87 Pflegeplätze entstehen. Bauherr ist die Eislinger Storzenbach Bau GmbH, die auch als Vermieter der Wohnungen fungiert. Mieter können ihrem persönlichen Bedarf entsprechend Leistungen des Arbeiter-Samariter-Bund Alb und Stauferland (ASB) „dazukaufen“.

„Wir werden keine Eigentumswohnungen verkaufen“, stellte Architekt Uwe Flaig am Freitag bei einem Pressegespräch im Göppinger Rathaus fest. Der ASB wird das Pflegeheim betreiben und im Gebäude eine Sozialstation und eine Tagespflege einrichten. Der ASB hat für die Wohnungen ein Betreuungskonzept inklusive eines Hausnotrufs entwickelt und knüpft gemeinsam mit Flaig Bedingungen an die Vermietung. „Mieter müssen mindestens 65 Jahre alt sein oder eine entsprechende Behinderung nachweisen“, sagte ASB-Landesgeschäftsführer Lars-Ejnar Sterley.

Mieter müssen mindestens
65 Jahre alt sein oder eine Behinderung nachweisen.

Lars-Ejnar Sterley ASB-Landesgeschäftsführer

„Sie haben dieses Projekt an einer ganz sensiblen Stelle hoch-komplex und trotzdem hochwertig entwickelt“, lobte Oberbürgermeister Guido Till den Bauherren und die Vertreter des ASB. Der OB stellte in dem Pressegespräch auch heraus, dass mit dem ASB „einer der Wohlfahrtsverbände und kein kommerzieller Betreiber für die Einrichtung“ gefunden sei. Der Rathauschef erinnerte daran, dass der gesamte Komplex gemeinsam mit dem Gestaltungsbeirat entwickelt worden sei und „eine Lücke füllt zwischen dem Landratsamt und dem Schuler-Areal“. Und: „Bei diesem Vorhaben handelt es sich nicht um eine filigrane Stadtstruktur“.

Architekt Uwe Flaig betonte, ihm sei wichtig gewesen, das historische Gebäude des „Stern“ zu erhalten – auch wenn es nicht unter Denkmalschutz stehe. Viele Emotionen seien mit dem Haus verbunden, das Gebäude werde daher in das Gesamtkonzept einbezogen. Im ehemaligen „Stern“ soll eine Bäckerei mit einem Café eingerichtet werden. Flaig ist außerdem bereits „im Gespräch mit zwei Göppingern für eine ruhige Gastronomie am Abend“.

Auf die Frage nach Stellplätzen betonte der Architekt, dass 45 Stellplätze zur Verfügung stehen – notwendig seien nur 35. Den Bewohnern der Wohnungen werde ein Car-Sharing-Modell angeboten. Unbeantwortet ließ Flaig die Frage, wo die rund 100 Mitarbeitenden der ASB-Einrichtung parken werden und ob die Plätze für die Besucher der Pflegeeinrichtung ausreichen.

Im Moment rumoren die Abrissmaschinen an der Ecke Schulerburg-/Lorcher Straße. Am kommenden Montag will Flaig den Bauantrag einreichen. Er hofft auf eine schnelle Genehmigung. „Wesentliche Punkte haben wir bereits im Voraus geklärt.“ Wenn sich keine besonderen Verzögerungen ergeben, können Ende 2022 die ersten Mieter und Bewohner einziehen. Insgesamt investiert der Bauherr rund 20 Millionen Euro „in einen Standort, der hervorragend für die Altenhilfe geeignet ist“, so Sterley.

100 krisensichere Arbeitsplätze sollen entstehen

Partner „Wir engagieren uns seit 1995 im Landkreis Göppingen“, betont der erste Vorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Alb und Stauferland, Hans-Dieter Bührle. Neben vier Altenheimen betreibt der ASB eine Kindertagesstätte in Ebersbach, einen Krankentransport, engagiert sich in der ambulanten Pflege und kooperiert mit dem DRK-Kreisverband Göppingen in der Rettungswache Süßen. Am Sternplatz werden „100 krisensichere Arbeitsplätze entstehen“

 

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